Laufende und abgeschlossene Projekte
des Instituts für Kulturforschung Graubünden ikg 2008-2011
Bündner Baukultur der 1960er und 1970er Jahre (Arbeitstitel)
Projektbearbeitung: Carmelia L. Maissen, Doktorandin UNI ZH. Laufzeit: 2008
Projektbearbeitung: Carmelia Maissen. Laufzeit: 2008–2009
Graubünden hat sich in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge des gesellschaftlichen Wandels, des wirtschaftlichen Aufschwungs und der Liberalisierung des Tourismus grundlegend verändert. Sichtbar ist dieser Strukturwandel in Graubünden an der intensiven Bautätigkeit, die vielerorts ein über Jahrzehnte hinweg gleich gebliebenes Siedlungsbild einschneidend umgeformt hat. Für die steigenden Anforderungen an die Öffentlichkeit entstanden Kommunalbauten, das Bevölkerungswachstum verlangte nach mehr Wohnraum und die Globalisierung des einst den Reichen vorbehaltenen Fremdenverkehrs zum Massentourismus brachte einen immensen Ausbau der touristischen Infrastruktur. Zentrales Moment dabei war die Konfrontation von Tradition und Modernisierung im spezifisch alpinen Kontext Graubündens. Eine junge Generation von Bündner ArchitektInnen, die über Jahre Graubündens Architekturgeschehen dominierte, ging hierbei einen pragmatischen, fern von verklärendem Alpenmythos liegenden Weg.
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die brisante Konfrontation von lokaler Tradition und einem vom globalisierten Wirtschaftssystem beeinflussten Strukturwandel in der Architektur als sichtbarem, konkretem Objekt im öffentlichen Raum disziplinenübergreifend zu untersuchen. Damit schliesst sie ein dringendes Forschungsdesiderat hinsichtlich der Bündner Baukultur der 1960er und 1970er Jahre und stellt erstmals das Werk einer bis anhin kaum gewürdigten Generation dar, die Impulse bis zur neusten Bündner Architektur geliefert hat.
Edition von Briefen in der Zentralbibliothek Zürich aus der Sammlung der „Lettres des Grisons“ von und an Johann Jakob Scheuchzer (um 1700). Tra scienza e politica: la corrispondenza di Johann Jakob Scheuchzer (1672-1733) con le élites alpine. Per una edizione parziale delle “Lettres des Grisons”
Projektbearbeitung: Simona Boscani Leoni. Laufzeit: 2005- 2010
J. J. Scheuchzer, der berühmte Zürcher Arzt und Universalgelehrte, stand an der Spitze jener intellektuellen Bewegung der frühen Aufklärungszeit, die eine positive Neueinschätzung der Schweizer Alpen und ihrer Bewohner herbeiführte. Er unternahm zahlreiche Exkursionen ins Alpengebiet, um neue Erkenntnisse über Geographie, Biologie und Volkskunde zu gewinnen. Zu seinen wichtigsten Quellen gehörten indes die Alpenbewohner selbst, oder zumindest die Gebildeten unter ihnen. Scheuchzer integrierte sie in sein ausgedehntes Korrespondentennetz. Der Briefverkehr war das Kontaktmittel und Medium des Informationsaustauschs in der europäischen «Gelehrtenrepublik». Scheuchzers 800 Einheiten umfassender Briefwechsel mit Partnern in Graubünden («Lettres des Grisons», Zentralbibliothek Zürich) ist der umfangreichste Teil seiner die Schweiz betreffenden Korrespondenz. Aus diesem Korpus werden im Rahmen des Projekts die 100 wichtigsten Briefe ediert. Sie bezeugen die Informationszirkulation innerhalb einer politisch verbundenen Bildungselite; den Beobachtungsaustausch unter Medizinern, speziell zu «alpinen» Fragen; die Diffusion eines neuen Alpendiskurses; die Rolle der Bündner als «Vermittler» zwischen Nord und Süd.
Historischer Städteatlas Chur
Projekbearbeitung: Dr. des. Karin Fuchs. Laufzeit: 2005 – 2009/10
in Zusammenarbeit mit der Stadt Chur, dem kantonalen Amt für Raumplanung, der Denkmalpflege und dem Archäologischen Dienst Graubünden.
Mit dem Historischen Städteatlas Chur wird ein weiterer Band des Historischen Städteatlas der Schweiz realisiert. Dieses Projekt hat zum Ziel, das bauliche Wachstum und die Strukturveränderungen der städtischen Siedlung im Zusammenhang der allgemeinen Stadtgeschichte darzustellen. Der Atlasband Chur soll anhand von thematischen und historischen Karten, Plänen, Ansichten und Fotos ein anschauliches Bild der städtischen Geschichte präsentieren. Er soll zudem in einem städtegeschichtlichen Kommentar die wesentlichen Phasen von flächenmässigem Wachstum und strukturellen Veränderungen der Stadt vor dem Hintergrund der Genese des städtischen Gemeinwesens beschreiben. In seinem Aufbau ist der Historische Städteatlas Chur orientiert an den Vereinbarungen der Commission Internationale pour l'histoire des Villes. Dieser Rahmen ermöglicht den Vergleich der Entwicklung der Alpenstadt Chur mit Entwicklungen weiterer städtischer Siedlungen im nationalen und internationalen Rahmen.
Italianismen im Bündnerromanischen
Projektbearbeitung: Matthias Grünert
Laufzeit: 2006-2009
Der in der Gegenwart stark dominierende Einfluss des Deutschen auf das Bündnerromanische lässt den Einfluss des Italienischen in den Hintergrund treten. Der Einfluss der südlichen Nachbarsprache auf das Bündnerromanische ist jedoch ebenfalls beträchtlich. In einer nicht fernen Vergangenheit hat er eine Intensität erreicht, die scharfe Kritik hervorrief. So wurde im politischen Kontext der 1920er und 1930er Jahre die Frage der Abgrenzung des Bündnerromanischen gegenüber dem Italienischen virulent. Die Frage “löste” man, indem man im Zuge einer Reform der schriftsprachlichen Norm den italienischen Einfluss im Bündnerromanischen verringerte, wobei man gelegentlich über das Ziel hinausschoss und auch vermeintliche Italianismen verbannte.
Das Projekt widmet sich einerseits der Problematik der Abgrenzung zwischen Italianismen, Entlehnungen aus weiteren Sprachen und aus dem Latein ererbtem Wortgut im Bündnerromanischen, andererseits der varietätenspezifischen Einordnung und der Periodisierung des Lehngutes aus dem Italienischen.
Konkret stellen sich folgende Fragen:
- In welchen Fällen haben wir es mit eindeutigen Italianismen zu tun? Welche Fälle lassen eine Interpretation als Erbwort und als Italianismus zu? In welchen Fällen sind mehrere Entlehnungswege plausibel (aus dem Italienischen und aus einer weiteren Sprache bzw. aus weiteren Sprachen: Latein, Französisch, Deutsch)?
- Welche Entlehnungen entstammen der italienischen Gemeinsprache und welche oberitalienischen Dialekten?
- Welche Entlehnungen sind im Bündnerromanischen schriftsprachlich und welche sind umgangssprachlich? Welche sind gemeinbündnerromanisch und welche haben eine beschränkte regionale Verbreitung? Welche Gruppen von Entlehnungen sind seit wann belegt? Welche sind nicht mehr gebräuchlich?
Angesichts der schwankenden – auch ideologisch bedingten – Konjunktur des italienischen Einflusses im Bündnerromanischen ist die genauere Einschätzung dieser Komponente wichtig für die bündnerromanische Sprachgeschichtsschreibung sowie im weiteren Sinne für die bündnerische und schweizerische Kulturgeschichtsschreibung.
Kultureller Wandel in Graubünden Strukturen, Praxen, Erfahrungen (Arbeitstitel)
Projektbearbeitung: Marius Risi, Rudolf Albonico, Mirella Carbone, Flurina Graf, Maria Crespo. Laufzeit: 2006 – 2008/2009
Das Forschungsprojekt analysiert verschiedene Aspekte des kulturellen Wandels in Graubünden im Verlauf der letzten 30 Jahre. Dabei werden sowohl lokale Bedingungen als auch regionale, nationale und globale Einflüsse, sowohl sozio-ökonomische Strukturen als auch Alltagserfahrungen in die Untersuchung miteinbezogen.
In einem quantitativen Forschungsteil geht es um die Frage, wie sich die lokale Kulturorganisation entwickelt hat. In ausgewählten Gemeinden aus allen Kantonsteilen werden aktuelle wie historische Daten zu den Kulturproduktionen (Veranstaltungen) und den Kulturproduzenten (Organisationen, Vereine) erhoben und untereinander verglichen.
In einem zweiten, qualitativen Forschungsteil stehen die konkreten kulturellen Aktivitäten, Praxen und Deutungen im Vordergrund. Das Forschungsteam befragt ausgewählte Gewährsleute in Interviews zu ihrer Sicht der Dinge, um diese dann in den Gesamtkontext des kulturellen Wandels zu stellen.
Die Untersuchung strebt eine möglichst ganzheitliche Betrachtung an, die nebst den einzelnen Formen der Kulturorganisation und der Teilnahme der Bevölkerung am lokalen Kulturgeschehen auch die darüber hinaus reichenden Aktivitäten und gesellschaftlichen Kontexte angemessen berücksichtigt. Ausgehend von der Parallelität von «globalisiertem Leben» und lokal orientierten Werten fragt sie nach den Hintergründen dieser «Gleichzeitigkeit des Ungleichen»: Welche Funktion nimmt die lokale Kultur im Kontext der gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen ein? Und: Wie beeinflusst der Struktur- und Wertewandel in unserer modernen Dienstleistungsgesellschaft das kulturelle Leben in einzelnen Bündner Gemeinden?
Ladinia e Italia. Linguistische und kulturelle Debatten zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Spiegel der Essais und der Korrespondenz von Peider Lansel. (Arbeitstitel)
Projektbearbeitung: Rico Valär. Laufzeit: 2007-2010
in Zusammenarbeit mit der Fundaziun Not Vital Ardez
Detailinformationen: www.peiderlansel.ch
Peider Lansel (1863-1943) hat sich als Dichter, Essayist und politischer Propagandist quasi während seines ganzen Lebens für die Erhaltung und Anerkennung des Rätoromanischen engagiert. Für sein Engagement und für sein dichterisches Schaffen wurde er 1933 von der Universität Zürich mit dem doctor honoris causa und 1943 als erster Rätoromane von der Schillerstiftung mit dem Grossen Schillerpreis ausgezeichnet.
Lansels lyrisches Werk wurde 1966 von Andri Peer im ersten Band der «Ouvras da Peider Lansel» neu herausgegeben und kommentiert. Ein seither geplantes jedoch nie realisiertes Projekt ist die kommentierte Edition des übrigen schriftlichen Nachlasses von Peider Lansel: seine sprachpolitischen Essays und Zeitungsartikel, seine Prosa und Auszüge aus seiner Korrespondenz mit Schriftstellern, Wissenschaftern und Politikern des In- und Auslandes. Dieses Dissertationsprojekt soll diese Forschungslücke nun schliessen.
Die Erschliessung der Artikel und Essays Lansels hat einerseits eine regionale Bedeutung zum Verständnis des auf diversen Fronten ausgetragenen Kampfes der Rätoromanen für ihre sprachliche und kulturelle Unabhängigkeit, vor allem gegenüber des Italienischen, andererseits eine nationale Tragweite als Dokumentation des Abstimmungskampfes für die Anerkennung des Rätoromanischen als vierte Landessprache in Zusammenhang mit dem Helvetismus und der geistigen Landesverteidigung. Lansel hat zum Gelingen dieser Abstimmung einen entscheidenden Beitrag geleistet.
Die detaillierte Analyse des essayistischen Werkes Peider Lansels wird ein neues Licht werfen auf die schwierigen Verhältnisse zwischen der Schweiz und Italien in der Zwischenkriegszeit. Da sich Italien unter Mussolini das Ziel gesetzt hatte, alle «terre irredente» (unerlöste italienischsprachige Gebiete) «Heim ins Reich» zu führen und sich Sprach- und Naturwissenschaften einten um die natürliche Zugehörigkeit (sei dies sprachlich, geologisch oder hydrologisch bedingt) des Tessins und Südbündens (inkl. der rätoromanischen Täler) zu Italien zu beweisen, waren die politischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zeitweise sehr gespannt.
Peider Lansel war einerseits als engagierter Rätoromane in diese Debatten involviert, da er sich mit Essays, Zeitungsartikeln, Vorträgen und in privater Korrespondenz (auch in Italien) für die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit des Rätoromanischen stark machte. Andererseits war Lansel ex officio als Schweizer Konsul in Livorno (1927-1934) gezwungen, in dieser Sache aktiv zu werden. So galt er auch als Diplomat bis in höchste politische Kreise als Botschafter für die Eigenständigkeit des Romanischen und die politische und kulturelle Unabhängigkeit Graubündens und des Tessins.
Regionale Romantik. Architektur in Graubünden 1900-1925.
Projektbearbeitung: Leza Dosch. Laufzeit: 2006 - 2009
Die Zeit zwischen dem Historismus des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne der 1920er und 1930er Jahre ist eine der vielfältigsten westlichen Architekturepochen. Wirtschaftlicher Hintergrund war der prosperierende letzte Abschnitt der Belle Epoque, die mit dem Ersten Weltkrieg jäh zu Ende ging. Geistesgeschichtlich werden unter dem Begriff der Vormoderne Kunstgewerbereformen und sachliche Strömungen subsumiert, die den traditionelleren Bewegungen des Heimatschutzes und des Heimatstils gegenüberstehen. Interessant ist zudem die gesellschaftspolitische Überlagerung der Phänomene. In nördlichen Ländern wie Finnland stand die Architektur jener Zeit als «nationale Romantik» im Dienste staatlicher Unabhängigkeitsbestrebungen, in der Schweiz betonte der Heimatstil oftmals die regionale Vielfalt. Paradebeispiel dafür ist der Kanton Graubünden, dessen Architektur die regionalen Postulate ungemein breit umsetzte. Die Studie will die Positionen der massgebenden Bündner Architekten, Künstler und Theoretiker jener Zeit systematisch aufarbeiten und mit der gebauten Praxis konfrontieren. Anhand prägnanter Beispiele sollen die verschiedenen historischen und gestalterischen Ebenen analysiert und auf Einflüsse und Auswirkungen untersucht werden.
Sammlung Rätoromanischer Volkslieder (A. Maissen) (Arbeitstitel)
Tondokumente aus der Feldforschung
Projektbearbeitung: Iso Albin. Laufzeit: 2006 – 2008/2009
Zum grossen Nachlass des vielseitigen Volkskundlers und Philologen Alfons Maissen gehört eine alle Idiome umfassende Sammlung von rund 1400 rätoromanischen Volksliedern, die in Graubünden von den dreissiger bis in die sechziger Jahre des 20. Jhs. aufgenommen wurden. Die, kulturhistorisch sehr wertvolle Sammlung ist ein Unikat, sie besteht aus Noten und Texten sowie Ton-Aufnahmen der Gewährspersonen (Sängerinnen und Sänger) auf ca. 100 Gelatine-Platten und 120 Tonbändern. Alfons Maissen hat bis kurz vor seinem Tod 2003 an der Herausgabe dieses Materials gearbeitet. Die gesamte Sammlung ist mit Sorgfalt und hoher Sachkenntnis angelegt worden, dies gilt auch für die exakte Erfassung der Noten und Texte. Das Sammel-Projekt wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde angeregt und unter wissenschaftlicher Begleitung von Universitätsdozenten durch Fachpersonen ausgeführt. Es gilt, dieses Material zu sichern und den interessierten Kreisen zugänglich zu machen. Dies soll mittels einer kommentierten Datenbank und mit zwei Publikationen erfolgen.
Wanderausstellung:
PUUR UND KESSLER
Sesshafte und Fahrende in den Bündner Gemeinden
1. Etappe: Rätisches Museum Chur, 29. August 2008 – 6. Januar 2009
Projektleitung: Dr. Georg Jäger
Koordination: Florian Hitz
Mitarbeit: Guadench Dazzi, Sara Galle, Andrea Kaufmann, Dr. Thomas Meier
Grafik: Rolf Vieli und Peter Vetsch
Realisation: Rätisches Museum Chur, Leitung Dr. Jürg Simonett
Die Ausstellung thematisiert schon im Titel einen Widerspruch innerhalb der traditionellen ländlichen Gesellschaft: die Spannweite und Spannung zwischen sesshaften, dominierenden Schichten und fahrenden, oftmals diskriminierten Gruppen. PUUR und KESSLER: so lauteten die jenischen bzw. nichtjenischen Bezeichnungen für die jeweils anderen.
PUUR UND KESSLER versteht sich als Umsetzung des Forschungsprojekts Die Jenischen in den Bündner Gemeinden, 19. und 20. Jahrhundert, das vom ikg im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 51 des Schweizerischen Nationalfonds durchgeführt worden ist. Wie das Forschungsprojekt, so werden nun auch die Ausstellungsinhalte durch Andrea Kaufmann und Guadench Dazzi bearbeitet. Den Themenaspekt «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse», betreut Sara Galle, Mitarbeiterin am NFP-51-Projekt Aktenführung und Stigmatisierung (Prof. Dr. Roger Sablonier und Dr. Thomas Meier).
Rahmenveranstaltungen zu Puur und Kessler siehe unter „Aktuell“
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Abgeschlossene Projekte
Badrutt, Thomas: Monographie und Werkkatalog zum Komponisten Paul Juon. Chur: VBK und Internationale
Bianconi, Sandro: Plurilinguismo in Val Bregaglia, Locarno: Dado 1998 (mit dem Osservatorio linguistico della Svizzera italiana und der PGI).
Bonorand, Conradin: „Reformatorische Emigration aus Italien in die Drei Bünde“.
Burckhardt, Sybille: Max Alioth – Ein Basler Architekt in St. Moritz. Inventarisation des Nachlasses.
Publikation 2003 in Verbindung mit dem Kulturarchiv Oberengadin, Samedan.
Caprez, Gion Rudolf: „Historische Substanz der Rhätischen Bahn“. Bearbeiter: Gion R.. Es sind noch Ergänzungen vorgesehen. (Mitbeteiligt sind die Kantonale Denkmalpflege, die Vereinigung Bündner Heimatschutz und die Direktion der RhB).
Carbone, Mirella: Wanda Guanella. Drahtseilkünstlerin zwischen Norden und Süden / Artista funambola tra nord e sud. Monografie. Laufzeit: 2006/2007. Publikation 2007.
Das Forschungsprojekt analysiert das bisherige Schaffen dieser zeitgenössischen Künstlerin und möchte es in einer Monographie einem breiteren Publikum vorstellen.
Als Trägerschaft des Projekts Frauenleben in Graubünden war der VBK Mitherausgeber von Band 1 der Frauenbiographien beteiligt.
Calonder, Peter; Giovanoli, Diego: Dokumentation zur Maiensässarchitektur in Graubünden. Erschienen sind 20 Dokumentationen sowie eine historische Einführung.
Decurtins, Alexi: Niev vocabulari sursilvan-tudestg (NVS) / das Neue surselvisch-deutsche Wörterbuch. (in Zusammenarbeit mit der Societad Retorumantscha, Chur). Publikation Herbst 2001.
Dosch, Leza: Kunst und Landschaft in Graubünden: Bilder und Bauten seit 1870. Bearbeitung 1999 abgeschlossen, Publikation im Verlag Scheidegger und Spiess, Zürich, Publikation Herbst 2001.
Ebnöther, Christa: „Das Haus des Mercurius“. Auswertung archäologischer Funde im Churer Welschdörfli. Laufzeit 2000 – 2002. (Habilitationsprojekt / Beteiligung des VBK). Publikation 2006/2007.
Fischbacher, Marianne: So ging man eben ins Hotel. Domleschger Hotelangestellte im Engadin der Zwischenkriegszeit. Chur 1991.
Giovanoli, Diego: Dokumentation zur Architektur und Nutzung der Bündner Maiensässe („Maiensässinventar“), in Verbindung mit der Kantonalen Denkmalpflege. Abschlussband als Übersicht erscheint 2003.
Gredig, Hansjürg; Willi, Walter: Schwerpunktprojekt 2000-2006: Kraftwerkbau und Elektrifizierung in Graubünden.) Gesamtdarstellung zum Bau der Elektrizitätswerke, zur Stromproduktion, aber auch zu Stromnutzung und –konsum. Publikation 2006.
Grünert, Matthias; Cathomas, Regula; Picenoni, Mathias: Schwerpunktprojekt 2001-2005: Il funzionamento del trilinguismo nel cantone dei Grigioni. Das Zusammenleben dreier Sprachen in der Bündner Gesellschaft. Gebrauch und Bedeutung der drei Sprachen in verschiedenen Lebensbereichen. Publikation 2008.
Handbuch der Bündner Geschichte Die Bündner Geschichte von der Frühzeit bis zur Gegenwart in vier Bänden mit CD-Rom. Chur 2000.
Handwörterbuch des Rätoromanischen (3 Bde.) Wortschatz aller Schriftsprachen, einschliesslich Rumantsch Grischun, mit Angaben zur Verbreitung und Herkunft, Offizin1994 (in Verbindung mit der Societad Retorumantscha)
Hartmann, Kristiana: Zauberwelt im Bilderbuch. Von Graubünden in die Welt. Laufzeit: 2005-2007. Publikation 2007.
Head, Randolph: Übersetzung der Arbeit von R. Head zum Freistaat der Drei Bünde durch M. Hilfiker (dt. Ausgabe). Lizenz der Cambridge University Press. Publikation Herbst 2001.
Hitz, Florian: Die Prämonstratenserklöster Churwalden und St. Jakob im Prättigau. Wirtschaftliche Entwicklung und Kolonisationstätigkeit. Chur 1992.
Jäger/Kocherhans: Forschung in Graubünden im Geltungsbereich des Kulturförderungsgesetzes KFG. Bestandesaufnahme. Im Auftrag des Amts für Kultur Graubünden. 2003.
Kaiser, Reinhold: Churrätien im frühen Mittelalter. Basel: Schwabe.
Kessler, Daniel: Hotels und Dörfer. Oberengadiner Hotellerie und Bevölkerung in der Zwischenkriegszeit, 1997.
Maissen, Alfons und Maissen, Anna Pia: Filmkommentare zu volkskundlichen Handwerkerfilmen aus der Surselva. In Verbindung mit der schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde und der Regionalmuseum Surselva (MRS), Ilanz. Abschluss und Publikation 2003.
Mantovani, Paolo: I laveggiai di Soazza: Lestrazione e la lavorazione della pietra ollare nel Settecento. Un aspetto storico della valle Mesolcina. Hsg. Verein für Bündner Kulturforschung. 1992.
Musik in Graubünden: Tschupp, Räto+ (Projektleitung):. Dokumentation in Verbindung mit dem Répertoire International des Sources Musicales (RISM). Bearbeiter: RISM. Abschluss 2002. Nachträge 2003/04.Paul Juon-Gesellschaft.
Planta, Conradin von: Der Prozess um die Oberengadiner Bergwerke 1457 – 1462. Publikation durch die HGG im Jahrbuch 2000.
Riatsch, Clà: Mehrsprachigkeit und Sprachmischung in der neueren bündnerromanischen Literatur (Habilitationsschrift). Chur, Bündner Monatsblatt 1998. 2. Auflage 2000.
Röthlisberger, Peter: Fontana lebt. Die Calvenfeier von 1899 und ihre Auswirkungen auf das Geschichtsverständnis. Publiziert im Verlag Bündner Monatsblatt.
Schmidt-Casdorff, Julia: Der Bündner Kreuzstich als Zeichen. Aspekte des Wandels weiblicher Kultur in Graubünden. Publikation der Dissertation in der Reihe Beiheft zum Bündner Monatsblatt: Sommer/Herbst 2001.
Schmitter, Werner: Waldarbeit im Prättigau. Video/Film aus Materialien der vierziger Jahre. Basel, SGV 1991.
Seidel, J. Jürgen: Studien zum Pietismus in Graubünden. (Abschluss 1998/99, Publikation 2001. Teilfinanzierung durch den Schweizerischen Nationalfonds.)
Sererhard, Nicolin: Einfalte Delineation aller Gemeinden gemeiner dreyen Bünden (Neuausgabe 2. Aufl.), 1994.
Toth, Alfred/Schläpfer, Robert: Linguistische Untersuchungen zum Sprachwandel im Schanfigg. (Finanziert 1997 durch den Schweizerischen Nationalfonds, ab 1998 durch den VBK, Abschluss 1999.)
Tuor, Leo/Camartin, Iso (Hg.): Ovras da Giacun Hasper Muoth, Bd. 1 bis 6 (in Verbindung mit der Gemeinde Breil/Brigels und der Lia Rumantscha). Chur: Octopus 1994 – 2000.
Widmer, Maya: Bearbeitung des Nachlasses der Schriftstellerin Silvia Andrea (Johanna Garbald-Gredig, Castasegna). Inventar im Staatsarchiv GR.
Widmer, Maya: Neuedition gedruckter Werke von Hortensia von Gugelberg von Moos, geb. von Salis (1659-1715), mit Anmerkungen und einem Nachwort, in der Reihe Schweizer Texte, Neue Folge. Publikation 2003. |